Stress bei der Arbeit: Tipps zur Bewältigung

Andrea Eick, 09.05.2023

Das beste Mittel gegen den Stress ist die Beseitigung der Stressquelle. Auch wenn dies nicht immer klappen wird, ist es wichtig und sinnvoll Stressbewältigungsstrategien zu kennen und anzuwenden

1. Realistische Ziele setzen – Druck rausnehmen

Viele Arbeitnehmer setzen sich am Arbeitsplatz zu hohe Ziele oder streben Ziele an, die im gesetzten Zeitraum unerfüllbar sind. Will man diese dann erreichen, führt die Nichterreichbarkeit wiederum zu Stress. 
Reduzieren Sie den Druck, imdem die Ziele an ein realistisches Maß angepasst werden und erfüllbar sind.

2. Setzen Sie Prioritäten

Sie haben zu viel zu tun? Dann machen Sie eine Liste nach der Wichtigkeit und Dringlichkeit der Aufgaben. Welche Aufgabe muss sofort erledigt werden, weil sie wirklich dringend und wichtig ist. Welche Aufgabe kann auch verschoben werden? Es bietet sich an, alle Aufgaben untereinander zu priorisieren und sich die Regel zu setzen, dass zwei Aufgaben niemals mit derselben Priorität eingestuft werden können: Denn Sie können nur eine Aufgabe nach der anderen lösen – oder die Aufgabe ggf. an jemand anderes abgeben.

3. Lernen Sie „Nein“ zu sagen

Allen Recht machen kann man es nicht, daher versuchen Sie es auch nicht. Achten Sie darauf, sich nicht ausnutzen zu lassen. Ziehen Sie klare Grenzen, denn schnell wird ansonsten Ihre Hilfsbereitschaft ausgenutzt. 
Nicht nur im Kollegenkreis, sondern auch gegenüber Vorgesetzten sollten Sie deutlich sein. Zusagen, die nicht realisierbar sind, führen zu Frustration auf beiden Seiten. Falls Sie sich dennoch kooperativ zeigen möchten, hilft Ihnen vielleicht diese Antwort: "Ich helfe Ihnen gerne! Welche der folgenden Aufgaben soll ich stattdessen nach hinten priorisieren?" oder: "Ich kann Ihnen helfen, allerdings erst in 3 Wochen. Passt Ihnen das zeitlich?"

4. Think positive

Behalten Sie Ihre positive Einstellung, egal was kommt. Eine optimistische Denkweise hilft, nachhaltig Stress zu reduzieren. 
Versuchen Sie Ihre Aufmerksamkeit von negativen Gedanken wegzulenken, denken Sie beispielsweise an den nächsten Urlaub, das nächste besondere Event oder an eine tolle Veranstaltung, die ansteht. Ebenfalls können Achtsamkeitsübungen helfen Stress zu verringern. Und vergessen sie nicht: Eine Krise oder stressige Zeit ist keine Katastrophe, sondern ein Zustand, in dem Sie Ihre Lösungsorientierung oder Achtsamkeit in Bezug auf Ihren eigenen Stress auf das nächste Level bringen.

5. Regelmäßig schlafen und essen

Wer regelmäßig schläft, ist nicht nur ausgeruhter und leistungsfähiger, sondern auch weniger gestresst. Immer zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen sowie ausreichend zu schlafen führt auf Dauer zu einer Stressreduktion.
Menschen, die zu Stress neigen, legen oft auch ein ungesundes Essverhalten an den Tag. Nehmen Sie sich Zeit für das Essen, vermeiden Sie schwere Mahlzeiten in der Mittagspause und vor dem Zubettgehen. Und denken Sie immer daran: Falls Sie stressbedingt in eine Situation kommen, in der Sie zum ungesunden Essen greifen, sollte dies Ihre Alarmglocken zum Läuten bringen: Es ist Zeit durchzuatmen und eine Pause einzulegen.

6. Freizeitausgleich

Wer in seiner Freizeit abschalten kann, verfügt auch im Berufsleben über eine bessere Leistungsfähigkeit.
Besonders gut gegen Stress ist Sport, am besten an der frischen Luft. Es muss ja nicht gleich der Marathon oder ein Radrennen sein: Ein Spaziergang im Wald, eine Radtour mit Freunden zum nächsten See o.ä. reichen völlig aus, um den Kopf frei zu bekommen.
Auch soziale Kontakte helfen dabei den Stress zu verringern. Ein netter Abend mit der Familie und/oder Freunden, mal wieder ins Kino gehen oder zusammen Karten spielen. All das kann helfen mit dem Stress besser klar zu kommen.
 

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